Die ideale Temperatur im Gewächshaus: So hältst du sie mit Lüftung und Licht
Kurz gesagt: Für die meisten Gewächshauskulturen liegt die ideale Temperatur bei 18–24 °C (64–75 °F) am Tag und 13–18 °C (55–64 °F) in der Nacht. Über 32 °C (90 °F) leiden die meisten Gemüsearten unter Hitzestress, dann muss gelüftet oder schattiert werden. Dieser Ratgeber zeigt, wie du mit Lüftung, Heizung und Beleuchtung im richtigen Bereich bleibst.
Welche Gewächshaustemperatur ist für welche Kultur ideal?
| Kultur | Tagestemperatur | Nachttemperatur |
|---|---|---|
| Die meisten Gemüsearten (allgemein) | 18–24 °C (64–75 °F) | 13–18 °C (55–64 °F) |
| Tomaten | 21–27 °C (70–80 °F) | 16–18 °C (61–64 °F) |
| Gurken | 24–28 °C (75–82 °F) | 18–21 °C (64–70 °F) |
| Paprika | 21–26 °C (70–79 °F) | 16–18 °C (61–64 °F) |
| Salat & Blattgemüse | 15–21 °C (59–70 °F) | 10–13 °C (50–55 °F) |
| Jungpflanzen | 20–24 °C (68–75 °F) | 16–18 °C (61–64 °F) |
Wie regelst du die Temperatur im Gewächshaus?
Ein Thermostat regelt die Heizung automatisch nach der eingestellten Temperatur.
Mechanischer Thermostat – weniger genau als ein digitaler, reicht aber aus, um Heiz- und Lüftungsgeräte zu betreiben.
Digitaler Thermostat – mehrstufige Modelle steuern mehrere Heiz- und Lüftungsgeräte und schalten sie je nach eingestellter Temperatur ein und aus.
Computergesteuerte Systeme – zusammen mit Umgebungssensoren regeln sie Heizung und Kühlung komplett und können auch den CO₂-Gehalt überwachen.
Lüftung und Kühlung
Ein Gewächshaus ist dafür gebaut, Sonnenwärme einzufangen – deshalb überhitzt es leicht, und Überhitzung kann Pflanzen schädigen oder absterben lassen. Manchmal genügt es, Türen und Fenster zu öffnen, allerdings kann die natürliche Lüftung Schädlinge und Krankheiten hereinlassen.
Ein HAF-Ventilator in einem gewerblichen Gewächshaus.
Elektrische Ventilatoren verstärken die Luftbewegung: HAF-Ventilatoren (für horizontale Luftströmung) wälzen die Innenluft um, verteilen die Wärme gleichmäßig und verringern das Kondenswasser auf den Blättern, das Krankheiten begünstigt. Größere Gewächshäuser nutzen Ventilatoren in den Giebelwänden, die das gesamte Luftvolumen mit der Außenluft austauschen.
Ein Schattiernetz, mit dem sich die Sonneneinstrahlung verringern lässt.
Die Variante ohne Strom: Schattiernetze – Gewebe in verschiedenen Dichten, die einen Teil des Gewächshauses abdecken und kühlenden Schatten spenden.
Heizung
Gewächshauseindeckungen wandeln Sonnenlicht gut in Wärme um, dämmen aber schlecht – in kalten Nächten und an sonnenlosen Tagen geht die Wärme deshalb schnell verloren.
Ein Warmwasserkreislauf, der den Boden erwärmt.
Gängige Lösungen: elektrische Heizlüfter (am häufigsten), Strahlungsheizungen mit Warmwasser, das durch Boden oder Beete zirkuliert, und sogar ein Komposter im Gewächshaus, der bei der Rotte Wärme abgibt.
Wassertanks helfen, die Temperatur nachts höher zu halten.
Wassertanks speichern die Wärme des Tages und geben sie nachts wieder ab – streiche sie schwarz, damit sie möglichst viel Wärme aufnehmen. Der GRAAS iRigator misst die Temperatur im Gewächshaus laufend, sodass du das Klima neben der automatischen Bewässerung leicht überwachen und regeln kannst.
Beleuchtung
Alle Pflanzen brauchen Licht für die Photosynthese – dabei werden Licht, Kohlendioxid und Wasser in Energie für Wachstum, Blüte und Samenbildung umgewandelt. Gewächshäuser nutzen das natürliche Licht optimal aus, doch Pflanzen leiden, wenn das Licht zu stark, zu schwach oder zu kurz ist.
Vollspektrum-LED-Lampen für Jungpflanzen vor dem Auspflanzen.
Wenn das Tageslicht nicht reicht – im Frühjahr, im Herbst, bei trübem Wetter –, steuert eine Zusatzbeleuchtung Lichtqualität und Lichtstärke, und Zeitschaltuhren sorgen für eine gleichbleibende Beleuchtungsdauer, sparen Energie und schonen die Lampen. In unserem Lampenvergleich erfährst du, welche Lampen du wählen solltest.
Häufig gestellte Fragen
Ab welcher Temperatur ist es im Gewächshaus zu heiß?
Über 32 °C (90 °F) leiden die meisten Gemüsearten unter Hitzestress – lüfte oder schattiere, bevor es so weit ist.
Wie hält man ein Gewächshaus nachts am günstigsten warm?
Mit schwarz gestrichenen Wassertanks: Sie nehmen den ganzen Tag Wärme auf und geben sie nach Einbruch der Dunkelheit wieder ab, ganz ohne Strom. Auch ein Komposter bringt ein paar Grad.
Beeinflusst die Temperatur den Wasserbedarf?
Unmittelbar – an warmen Tagen verdunstet mehr Wasser, und die Pflanzen verbrauchen mehr. Der GRAAS iRigator erfasst Temperatur und Bodenfeuchte, sodass sich die Bewässerung nach dem tatsächlichen Klima richtet.
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