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Ratgeber zum Paprikaanbau

2024-04-11 0 Comments

Der Anbau von Paprika im Gewächshaus ähnelt dem von Tomaten oder Gurken, doch Paprika reagiert besonders empfindlich auf Feuchtigkeit. Kurz gesagt: Eine tragende Pflanze braucht etwa 1–2 Liter Wasser pro Tag (eine frisch gesetzte Jungpflanze etwa 0,3–0,5 Liter). Gieße gleichmäßig und halte die Bodenfeuchte stabil bei 60–80 %. Alle Paprikasorten wollen dasselbe – eine lange, warme, gleichmäßige Wachstumszeit. Bei bewölktem, kühlem Wetter sinkt der Wasserbedarf, an warmen Tagen steigt er; mit dem automatischen Bewässerungssystem GRAAS iRigator ist es einfach, den Bereich zu halten.

Parameter Richtwerte für Paprika
Wasser pro PflanzeJungpflanze ~0,3–0,5 l pro Tag; tragende Pflanze ~1–2 l pro Tag (an heißen Tagen 2–3 l)
BodenfeuchteStabil 60–80 %
An das Wetter anpassenWeniger bei kühlem, bewölktem Wetter; mehr an warmen Tagen

Wie erkennst du Wachstumsstörungen bei Paprika?

Wenn Pflanzen welken, kann das an zu wenig oder zu viel Bodenfeuchte, an niedriger Bodentemperatur oder an versalztem oder verdichtetem Boden liegen.

Gelbe Blätter – grüne Pflanzenteile werden bei Stickstoff- oder Magnesiummangel gelb. Auch verdichteter Boden, der die Belüftung der Wurzeln behindert, kann zu Vergilbung führen, ebenso Probleme bei der Eisenaufnahme. Untere Blätter können mit dem Alter vergilben, und Schädlingsfraß an den Wurzeln ruft ähnliche Symptome hervor.

Eingerollte Blätter – entstehen durch ungleichmäßiges Wachstum (die Blattmitte wächst schneller, als das Blatt in die Breite geht), Nährstoffmangel (Kalium und Bor betreffen die unteren Blätter, Magnesium, Zink und Molybdän die oberen), zu große Hitze oder Schädlinge wie Spinnmilben und Blattläuse. Die Früchte können klein bleiben, wenn das Wachstum zu schnell verläuft – oft ausgelöst durch extreme Temperaturen oder einen niedrigen pH-Wert des Bodens.

Beispiele für Wachstumsstörungen an Blättern und Früchten von Paprika

Beispiele für Wachstumsstörungen bei Paprika.

Die wichtigsten Paprikakrankheiten und wie du ihnen vorbeugst

Umfallkrankheit bei Keimlingen – erste Anzeichen: Der Stängelgrund verfärbt sich dunkel und wird weich, schließlich kippt der Keimling um und stirbt ab. Ursachen: bodenbürtige Erreger (Pythium, Phytophthora, Fusarium, Rhizoctonia), zu viel Wasser, niedrige Temperaturen (10–18 °C) und zu wenig Licht. Vorbeugung: sauberes Substrat und saubere Anzuchtgefäße, nicht zu dicht säen, gut lüften und maßvoll gießen; befallene Keimlinge samt Substrat entfernen.

Grauschimmel (Botrytis cinerea) – die Haut löst sich vom Fruchtfleisch, und es bildet sich ein weißgrauer Pilzrasen. Er entwickelt sich bei kühler, feuchter Witterung, wenn die unteren Blätter nicht entfernt werden, zu viel Stickstoff gedüngt wird oder die Pflanzen zu viel Wasser bekommen. Zur Bekämpfung braucht es Fungizide.

Verticillium-Welke – Welke, vertrocknete Blattränder und verlangsamtes oder ganz ausbleibendes Wachstum. Tritt in verseuchtem Boden auf, ohne Fruchtfolge oder nach mechanischen Verletzungen beim Pflanzen. Vorbeugung: den Boden desinfizieren, bevor die Jungpflanzen gesetzt werden.

Alternaria-Blattflecken – große braune Flecken (0,5–1 cm) an den unteren Blättern, die sich nach oben ausbreiten; die Blätter sterben ab und vertrocknen, an den Früchten bilden sich dunkle Stellen. Betroffen sind Jungpflanzen ebenso wie ausgewachsene Pflanzen; hohe Temperaturen und zu viel Feuchtigkeit begünstigen die Krankheit. Vorbeugung: Fruchtfolge einhalten und nicht zu viel gießen.

Von Alternaria-Blattflecken befallene Paprikablätter

Beispiel für Blätter mit Alternaria-Befall.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Wasser braucht Paprika im Gewächshaus?
Eine tragende Pflanze braucht etwa 1–2 Liter pro Tag, an heißen, sonnigen Tagen sogar 2–3 Liter; einer frisch gesetzten Jungpflanze reichen 0,3–0,5 Liter. Gieße gleichmäßig, sodass die Bodenfeuchte bei 60–80 % bleibt.

Warum rollen sich die Blätter meiner Paprika ein?
Prüfe drei Dinge der Reihe nach: Temperatur (zu hoch), Nährstoffe (Kalium, Bor, Magnesium, Zink, Molybdän) und Schädlinge (Spinnmilben, Blattläuse). Ungleichmäßiges Gießen verschlimmert alle drei.

Kann gleichmäßiges Gießen Paprikakrankheiten vorbeugen?
Weitgehend ja – Grauschimmel, Umfallkrankheit und Alternaria breiten sich vor allem bei ungleichmäßigem Gießen aus. Eine sensorgesteuerte Bewässerung hält den Boden automatisch im richtigen Bereich.

Zum GRAAS iRigator

Weiter: Tipps zum Gießen von Radieschen →

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