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Bewässerungssysteme fürs Gewächshaus: Welches ist das richtige?

2024-07-07 0 Comments

Im Gewächshaus kannst du dich nicht auf Regen verlassen – die Wahl des richtigen Bewässerungssystems entscheidet also darüber, wie gut deine Pflanzen wachsen. Kurz gesagt: Tropfbewässerung lässt sich in den meisten Gewächshäusern am genauesten steuern, Perlschläuche sind die günstige Lösung für Hochbeete, Sprühnebelsysteme eignen sich für die Anzucht und für tropische Pflanzen, und ein sensorgesteuertes automatisches System lohnt sich, sobald du mehr als ein paar Pflanzen ziehst oder öfter verreist. Entscheidend für deine Wahl sind die Größe des Gewächshauses, Art und Anzahl der Pflanzen und die Zeit, die du fürs Gärtnern hast.

Wie schneiden die Bewässerungssysteme fürs Gewächshaus im Vergleich ab?

System Kosten Automatisierung Ideal für
Selbstbewässernde Töpfe€Manuelles NachfüllenKleine Gewächshäuser, Orchideen
Regner€€MöglichJungpflanzen, feuchtigkeitsliebende Kulturen
Sprühnebel (Nebel)€€MöglichAnzucht, tropische Pflanzen
Tropfbewässerung€€VollständigJede Gewächshausgröße
Perlschlauch€Nur zeitgesteuertHochbeete
Automatisch mit Sensoren€€€Vollständig, nach BodenfeuchteVerschiedene Kulturen, Gärtner mit wenig Zeit

1. Selbstbewässernde Töpfe und Kapillarmatten

Selbstbewässernder Topf mit Kapillarmatte für Gewächshauspflanzen

Selbstbewässernder Topf.

Die einfachste Methode: Ein Wasserreservoir versorgt die Erde von unten, manchmal über eine Kapillarmatte, die das Wasser nach und nach abgibt. Die Bewässerung von unten fördert tiefere Wurzeln, und einmal Nachfüllen pro Woche reicht meist, um alle Pflanzen zu versorgen – ideal für kleine Gewächshäuser, Einsteiger und Pflanzen, die kein Wasser von oben mögen (wie Orchideen).

Vorteile: günstig, einfach einzurichten, ständige Wasserversorgung, fördert das Wurzelwachstum, senkt das Krankheitsrisiko. Nachteile: nicht jedes Substrat eignet sich dafür, auf Kapillarmatten können sich Algen bilden (die Mücken anziehen), Düngerablagerungen müssen gelegentlich ausgespült werden, und das Reservoir wird von Hand nachgefüllt.

2. Regner

Überkopfregner bewässern Pflanzen im Gewächshaus

Überkopfregner in einem Gewächshaus.

Über den Pflanzen verlaufende Rohre mit verstellbaren Düsen, im Gewächshaus meist an der Decke montiert. Am besten für Kulturen, die nasses Laub vertragen, und für kleine Jungpflanzen, die auf ihren endgültigen Platz warten. Sie sparen Zeit, müssen aber regelmäßig kontrolliert werden.

Vorteile: günstig, einfach einzurichten, leicht zu automatisieren, wirksam in mittel- bis grobkörnigen Böden. Nachteile: nasse Blätter begünstigen Krankheiten, bei schlechter Wasserqualität verstopfen die Düsen, die Verdunstung erhöht den Wasserverbrauch, und jede Pflanze bekommt dieselbe Menge – eine Anpassung nach Zonen gibt es nicht.

3. Sprühnebelsysteme (Nebel)

Sprühnebelsystem erzeugt Nebel in einem Gewächshaus

Sprühnebelsystem.

Gibt in Intervallen (zum Beispiel alle 15–30 Minuten) feine Tröpfchen ab – ideal für die Anzucht von Jungpflanzen und für große Gewächshäuser mit vielen Pflanzen, die regelmäßig Feuchtigkeit brauchen. Der Sprühnebel kühlt das Gewächshaus außerdem im Sommer und erhöht die Luftfeuchtigkeit, was tropische Pflanzen lieben.

Vorteile: automatisierbar, kühlt das Gewächshaus, geringe bis mittlere Anschaffungskosten, perfekt für die Anzucht und für Sammlungen tropischer Pflanzen. Nachteile: verschwenderisch bei schlechter Steuerung, alles wird gleich stark benetzt, eine Zonensteuerung gibt es nicht, manche Pflanzen mögen keine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit, und ein ständig feuchter Pflanzenbestand kann Krankheiten fördern.

4. Tropfbewässerung

Tropfer einer Tropfbewässerung versorgen Pflanzen im Wurzelbereich

Tropfbewässerungssystem.

Ein Schlauch mit Tropfern, die das Wasser langsam im Wurzelbereich abgeben – auf der Erde verlegt oder eingegraben. Das System passt zu jeder Gewächshausgröße, hält die Verdunstung gering, weil das Wasser direkt an die Wurzeln gelangt, und lässt sich vollständig automatisieren. Meist wird es über eine Pumpe mit Druck versorgt, es gibt aber auch Varianten, die mit Schwerkraft arbeiten.

Vorteile: pro Zone programmierbar, der geringste Wasserverlust, einstellbare Tropfer, funktioniert mit gesammeltem Regenwasser. Nachteile: eine Pumpe braucht Strom, Tropfer können verstopfen, die Reinigung ist fummelig, und für die Nutzung von Regenwasser musst du in einen Filter investieren.

5. Perlschläuche (poröse Schläuche)

Poröser Perlschlauch gibt Wasser an den Gewächshausboden ab

Perlschlauch.

Ähnlich wie die Tropfbewässerung, aber ohne Tropfer: Das Schlauchmaterial selbst ist porös und gibt ständig eine kleine Wassermenge an die Erde ab. Ideal, wenn du nicht lange planen möchtest – einfach durchs Hochbeet legen und fertig.

Vorteile: günstig, einfach zu verlegen, wartungsarm, kaum Verdunstung, verstopft fast nie, mit einem Bewässerungscomputer am Wasserhahn automatisierbar. Nachteile: keine Anpassung pro Pflanze oder Zone, muss für einen gleichmäßigen Durchfluss einigermaßen eben liegen, und eignet sich für Hochbeete – nicht für Töpfe oder gemischte Pflanzungen.

Empfohlen für Gewächshäuser

6. Sensorgesteuertes automatisches System – GRAAS iRigator

Automatisches Gewächshaus-Bewässerungssystem GRAAS iRigator, in einem Gewächshaus installiert

Automatisches Bewässerungssystem GRAAS iRigator.

Ein automatisches System kombiniert Tropfschläuche mit einer Steuerung, sodass die Pflanzen jedes Mal die richtige Wassermenge bekommen – ohne dass du vor Ort oder überhaupt im Land sein musst. Der GRAAS iRigator geht einen Schritt weiter als ein Bewässerungscomputer: Er bewässert anhand echter Bodenfeuchte-Messwerte, steuert 4 unabhängige Zonen für verschiedene Kulturen und zeigt in der GRAAS-App Verlaufskurven für Bodenfeuchte, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Installation dauert ein paar Stunden: Schläuche verlegen, Steuerung aufhängen, anschließen, Sensoren platzieren, Zonenprofile einstellen.

Vorteile: spart am meisten Zeit, lässt dir Raum für Pflanzenpflege und Ernte, die präzise Dosierung pro Zone verhindert zu viel und zu wenig Wasser, und die effiziente Verteilung senkt die Wasserrechnung. Nachteile (ganz ehrlich): die höchsten Anschaffungskosten der sechs Systeme; die Automatisierung hilft nur, wenn sie richtig eingestellt ist – sieh in den ersten Wochen nach den geplanten Bewässerungen im Gewächshaus nach; und für die Fernsteuerung brauchst du eine Internetverbindung.

Welches Bewässerungssystem ist also das beste fürs Gewächshaus?

Für die meisten Gärtner: Tropfbewässerung oder ein Perlschlauch, wenn es einfach und günstig sein soll; ein Sprühnebelsystem, wenn du Jungpflanzen anziehst, tropische Pflanzen hältst oder im Sommer kühlen musst; Regner nur für Kulturen, die nasse Blätter vertragen. Wenn du das Gießen ganz abgeben möchtest, überwacht ein sensorgesteuertes System wie der GRAAS iRigator Bodenfeuchte und Temperatur, passt die Bewässerung jeder Zone an und lässt sich von überall steuern. Schätze Gewächshausgröße, Pflanzen und Budget realistisch ein – und nimm dann das einfachste System, das dazu passt.

Häufig gestellte Fragen

Wie lässt sich die Gewächshausbewässerung am günstigsten automatisieren?
Mit einem Perlschlauch und einem Bewässerungscomputer am Wasserhahn – zusammen etwa 30–60 €. Bewässert wird nach Zeitplan, allerdings nicht nach der tatsächlichen Bodenfeuchte.

Welches System verbraucht am wenigsten Wasser?
Die Tropfbewässerung – das Wasser gelangt fast ohne Verdunstung direkt an die Wurzeln, und eine sensorgesteuerte Tropfbewässerung läuft nur, wenn die Erde wirklich trocken ist.

Können verschiedene Pflanzen im selben Gewächshaus unterschiedlich bewässert werden?
Nur mit einem System mit Zonen: Der GRAAS iRigator steuert 4 unabhängige Zonen, sodass Tomaten, Gurken und Kräuter jeweils ihrem eigenen Profil folgen.

Zum GRAAS iRigator

Zum vollständigen Preisvergleich der 4 Systeme →

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